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31.03.2026
Digitale Lösungen für die Energiewende: Startschuss für Forschungskooperation von Stadtwerken Münster, ENERVIE, der Universität Münster und der Fachhochschule Südwestfalen
Die Stadtwerke Münster und der Energieversorger ENERVIE aus Hagen starten gemeinsam mit der Universität Münster und der Fachhochschule Südwestfalen die neue Stiftungskooperation „Future of Utilities Lab“. Sie soll Forschung zur digitalen Transformation, etwa durch den Einsatz künstlicher Intelligenz (KI), in der Energiewirtschaft fördern. „Die Energiewende entscheidet sich daran, wie gut wir Komplexität beherrschen. Mit Forschung an digitalen Lösungen schaffen wir genau das und gestalten die Energieversorgung Schritt für Schritt effizienter, sicherer und näher am Menschen“, sagt Sebastian Jurczyk, Geschäftsführer der Stadtwerke Münster.
Die Stadtwerke Münster und ENERVIE stellen für zunächst drei Jahre 600.000 Euro bereit. Gefördert werden praxisnahe Forschungsarbeiten am European Research Center for Information Systems (ERCIS), in dem Wirtschaftsinformatiker der Universität Münster und der Fachhochschule Südwestfalen gemeinsam mit insgesamt über 30 Standorten in Europa und darüber hinaus organisiert sind. Ziel ist es, energiewirtschaftliche Abläufe, Angebote und Produkte mit digitalen Lösungen wie beispielsweise KI weiterzuentwickeln und sie verantwortungsvoll einzusetzen. So könnte KI beispielsweise bei der Vorhersage helfen, wann wie viel Strom aus Sonne und Wind entsteht, und so die Erzeugung besser auf den tatsächlichen Bedarf abzustimmen. Auch im Netzausbau oder bei Wartungsprozessen könnten digitale Lösungen künftig eine noch größere Rolle spielen. „Digitale Lösungen sind heute nicht nur Effizienztreiber, sondern immer häufiger auch Enabler für Geschäftsmodelle. Wenn wir Prozesse automatisieren und Energieflüsse besser abbilden können, sparen wir Zeit und Kosten. Wenn darüber hinaus neue, innovative Produkte möglich werden, dann gestalten wir Zukunft. Davon profitieren am Ende unsere Kundinnen und Kunden“, betont Erik Höhne, Vorstandssprecher des Energieversorgers ENERVIE.
Forschung und Praxis enger verbinden
Durch Forschung unterstützt die Stiftung auch wissenschaftliche Veröffentlichungen sowie die Einbindung der Ergebnisse in die Lehre der Hochschulen. Studierende erhalten so früh Einblick in aktuelle Fragen der Energiewirtschaft und arbeiten an faszinierenden digitalen Lösungen für die Praxis mit. Die beteiligten Partner bringen eigene Projektideen ein und arbeiten eng zusammen. Sie teilen ihr Wissen, vergleichen Erfahrungen und entwickeln gemeinsam neue Ansätze für die künftige Energieversorgung. „Das Projekt schafft einen spannenden Rahmen, in dem Studierende und Forschende gemeinsam mit Energieversorgern Lösungen für die Energieversorgung von morgen entwickeln“, sagt Prof. Dr. André Coners von der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen. Vor dem Hintergrund volatiler Energiemärkte und globaler Krisen sei das eine große Aufgabe. „Künstliche Intelligenz bietet viel Potenzial für die Energiewirtschaft. Gemeinsam werden wir diese Technologien gezielt weiterentwickeln und Wege aufzuzeigen, wie sie wertstiftend und verantwortungsvoll eingesetzt werden können“, resümiert Prof. Dr. Jan vom Brocke, Direktor des ERCIS an der Universität Münster.
Hagen/Münster, 31.03.2026

Wissenschaft und Praxis starten am münsterschen ERCIS eine Kooperation für digitale Lösungen in der Energiewirtschaft (v. l.): Prof. Dr. André Coners (ERCIS, Fachhochschule Südwestfalen), Prof. Dr. Jan vom Brocke (Direktor Institut für Wirtschaftsinformatik und Direktor ERCIS, Universität Münster), Dr. Michael Räckers (Geschäftsführer Institut für Wirtschaftsinformatik, Universität Münster), Max Aberman (Projektleiter „Future of Utilities Lab“, ENERVIE), Seung-Min Shin (Kaufmännischer Leiter, ENERVIE), Erik Höhne (Vorstandssprecher ENERVIE), Frank Gäfgen (Geschäftsführer Stadtwerke Münster), Sebastian Jurczyk (Vorsitzender der Geschäftsführung Stadtwerke Münster) und Peter Knoll (Projektleiter „Future of Utilities Lab“, Stadtwerke Münster).