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ENERVIE Erzeugt. Kraftwerke für Versorgungssicherheit.

Herausforderung Energiewende

Unsere Tochtergesellschaft Mark-E hat für die Energieerzeugung über lange Zeit auf einen Mix aus Erdgas, Steinkohle, Wasserkraft, Biomasse, Sonnenenergie und auch Windkraft gesetzt. In unseren Anlagen in der Region erzeugten wir in effizienten und laufend modernisierten Anlagen mit rund 1.300 Megawatt (MW) Leistung Strom, Dampf und Wärme.

Insbesondere Kraftwerke auf der Basis von Erdgas und Steinkohle sind jedoch marktbedingt in Zeiten der Energiewende keine wesentlichen Säulen der Energieversorgung in Deutschland mehr. Das derzeitige Marktdesign gibt Strom aus Erneuerbaren Energien im Stromnetz den Vorrang. Ihr kontinuierlich wachsender Anteil verdrängt dabei konventionelle Gas- und Steinkohlekraftwerke, die sich vor diesem Hintergrund in der Regel nicht mehr wirtschaftlich betreiben lassen.

Aus diesem Grund hat die ENERVIE Gruppe 2014 die grundsätzliche Entscheidung getroffen, sich schritt- und teilweise aus der konventionellen Stromerzeugung zurückzuziehen.

Für die Versorgungssicherheit in der Region mussten die konventionellen Kraftwerke der ENERVIE Gruppe noch bis Ende 2015 weiter im Verteilnetzgebiet betrieben werden. Eine provisorische Netzerweiterung hat mittlerweile den Engpass und damit auch den notwendigen „Zwangseinsatz“ der Kraftwerke für eine sichere Stromversorgung beendet. Daher schaltete die ENERVIE Gruppe einen Teil der konventionellen Kraftwerke schrittweise ab:

  • Das Gas- und Dampfkraftwerk in Hagen-Kabel wurde zum 31. März 2016 vollständig stillgelegt.
  • Der Steinkohleblock im Kraftwerk Elverlingsen wurde noch bis zum 31. März 2018 betrieben und anschließend endgültig stillgelegt.
  • Das Gas- und Dampfturbinenkraftwerk Herdecke wird in Abstimmung mit dem Projektpartner Statkraft bis auf weiteres entsprechend der Marktsituation, insbesondere für Spitzenlast- und Reservezwecke, vorgehalten. Aufgrund einer leicht verbesserten Marksituation verzeichnete die Anlage in den letzten beiden Jahren wieder mehr Betriebsstunden.
  • Das Pumpspeicherkraftwerk (PSW) in Finnentrop-Rönkhausen wird auch über 2018 hinaus langfristig weiterbetrieben. Die dafür notwendige Sanierung und Kapazitätserweiterung führt Mark-E unter Einbeziehung des neuen Partners Stadtwerke Aachen AG (STAWAG) im Rahmen eines Besitz-/Pachtmodells durch. Die Betriebsführung und Vermarktung des PSW verbleibt in diesem Modell bei Mark-E. Insgesamt belaufen sich die Investitionen auf rund 25 Mio. Euro.

 

Immer mehr Strom wird bundesweit aus regenerativen Quellen gewonnen. Anfang 2018 wurden bereits 36 Prozent der bereitgestellten Energie durch Erneuerbare Energien wie Wind, Sonne und Wasser zur Verfügung gestellt - mit steigender Tendenz. Mark-E hat den Wandel angenommen: So nutzt das Unternehmen heute die Kompetenzen aus dem Betrieb konventioneller Kraftwerke vermehrt für die Projektentwicklung im Bereich der Erneuerbaren Energien in der Region. Zukunftsweisend ist zudem das Engagement der Mark-E in der Vermarktung von Regelleistung, die ihren Beitrag zur Versorgungssicherheit leistet. Zu unseren Leistungen gehören neben der Stromerzeugung aus konventionellen und regenerativen Energien derzeit auch die Versorgung mit Fernwärme, die Trinkwassergewinnung und erzeugungsnahe Dienstleistungen.